Die Mitgliederversammlung der IG eHealth, die am 17. März 2026 in Bern stattfand, stiess auf positive Resonanz. Alle statutarischen Geschäfte wurden einstimmig genehmigt.
Die Versammlung bei Swisscom Postparc in Bern begann mit der Begrüssung durch die Präsidentin Anna Winter. Es folgten die Genehmigung der Protokolle der Vorjahre, des Jahresberichts 2025 sowie des Jahresabschlusses 2025 inklusive Décharge für Vorstand und Geschäftsstelle.
Die Schwerpunkte für das Jahr 2026 – darunter Issue-Monitoring (z. B. EGD-Revision, HMG 3a), Stakeholder-Management (DigiSanté, EGDG), Kommunikation und Verbandsentwicklung mit Strategie 2030 – erhielten volle Zustimmung. Ebenso die Revision der Statuten. Im Vordergrund stand die Aktualisierung des Zweckartikels, der in die Jahre gekommen ist.
Die Informationen zur Anhörung des EGD-Gesetzes in der SGK-N am 12. Februar 2026 durch Walter Stüedeli und Tim Dorner sorgten für eine lebhafte Diskussion. Stefan Wild und Martin Rüfenacht berichteten über DigiSanté und Kürzungen beim EDI, von denen DigiSanté betroffen sein dürfte.
Der Vortrag von Prof. Kerstin Denecke zeigte die Entwicklung von KI von frühen Expertensystemen zu heutigen generativen Modellen auf und verdeutlichte, dass KI bereits die Patientenversorgung, klinische Prozesse und Ausbildung unterstützt, gleichzeitig aber auch hohe Anforderungen an Sicherheit, Ethik und Governance stellt.
Anhand von Beispielen wie psychotherapeutischen Chatbots, KI-gestützter Radiologie, automatischer Dokumentation und Auswertung von Patientenfeedback wurde der Nutzen veranschaulicht, während Fallbeispiele zu Chatbots und Gesundheits-Apps Risiken wie Fehlinformationen, Patientensicherheitsprobleme, Datenschutz und Haftungsfragen verdeutlichten. Denecke präsentierte dazu ein Swiss-Cheese-Modell für KI-Sicherheit mit mehreren Verteidigungslinien – von der Datenqualität und Modellvalidierung bis hin zum Monitoring –, um Patientenschäden systematisch zu verhindern.
Die Herbstversammlung findet am 26. November 2026 statt.
